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Stereobilder sind sehr eindrücklich, auch wenn sie etwas 'kulissenhaft' wirken.
Die Betrachtung von Stereo-Bildpaaren ist recht einfach: mit jeweils einem 'Gucki' für das
rechte und das linke Dia mit beiden Augen gleichzeitig das Diapaar betrachten und die
Betrachter solange ein wenig verschieben, bis der räumliche Eindruck einsetzt.
Natürlich muß zuerst einmal ein Diapaar hergestellt werden. Auch das ist einfacher und billiger als es scheint - zumindest wenn man eine Mamiya ZE-X und eine ZE-2 besitzt. Mit anderen Kamerapaaren ist eine ähnliche Konstruktion aber sicher ebenso möglich. Zwei grundsätzliche Probleme stellen sich dem Kamerabastler:
| Wenn die Kameras nicht exakt gleichzeitig ausgelöst werden, können keine bewegten Objekte aufgenommen werden. Einerseits wäre dieses Problem mit einem Doppeldrahtauslöser zu lösen, aber exakter ist die Auslösung mit einem elektrischen Schalter, was ja mit der ZE-X möglich ist. 'Master' ist dabei eine ZE-2, die über ihren X-Kontakt die ZE-X steuert. Dafür ist nichts weiter zu tun, als eine Buchse für ein X-Kabel auf die entsprechenden Pins des Drahtauslöseadapters für die ZE-X (oder die moderne 645) zu löten, siehe Abbildung rechts. Der Adapter bleibt dabei für die Verwendung mit Drahtauslöser brauchbar. | ![]() |
| Die fertige Stereokamera. Folgendes ist zu beachten: Die Massen der beiden Kameras sind sorgfältig voneinander zu isolieren, d. h. ein Gehäuseboden muß mit Klebeband und die Stativschraube mit Kunststoff-Unterlegscheiben von der Schiene isoliert werden. Mit einem zweiten Drahtauslöser muß die ZE-X angeschaltet werden, so daß die Sucheranzeige leuchtet, nun kann mit der ZE-2 ausgelöst werden: kklickck! | ![]() |
Die Synchronität der Auslösung kann verbessert werden, wenn zwei Kameras verwendet werden, die elektronisch ausgelöst werden können.
Dies ist der Fall für zwei ZE-X. Mit zwei wie oben beschrieben modifizierten Drahtauslöseradaptern und einem Schalter lassen sich zwei Mamiya ZE-X
sicher zu einer Stereokamera kombinieren, die Bastelei bleibe ich allerdings vorerst schuldig, da ich nicht über zwei ZE-X verfüge.
Eine wesentlich handlichere Kombination eines elektronisch auszulösenden Kamerapaars ist jedoch schon in Planung: Zwei Minox 35
auf einer Aluschiene. Demnächst mehr.
Ein wirklich gutes Stereo-Preis-Verhältnis erzielt man mit der billigsten Digitalkamera der vorletzten Generation und einem Makro-Einstellschlitten vom Flohmarkt. 2 Megapixel Auflösung sind durchaus ausreichend, jedoch sollte man No-Name-Kameras vorsichtshalber meiden. Der Wehrmutstropfen ist: die Bilder müssen nacheinander entstehen, und somit sind bewegte Motive ausgeschlossen.
| Eine digitale Olympus auf einem Makroschlitten. Zuerst den Schlitten nach links bewegen und das linke Bild aufnehmen, dann das Gleiche auf der rechten Seite. Fertig ist das Stereobild. Das Prinzip funktioniert natürlich mit jeder Kamera und ist auch zum Anfertigen von Stereo-Dias geeignet. | ![]() |