Navigation: Hyperlinkallerlei / geschichte fototechnik /


Geschichte der Fototechnik

Wer über die "Geschichte der Fotografie" spricht bzw. schreibt, meint in der Regel die Werke der professionellen Fotografen oder Foto-Künstler. Literatur zu diesem Thema ist umfangreich, interessant ist u. A. die Datenbank des HyperlinkEastman-Hauses, wenn auch mit eher zurückhaltenden Informationen. Weitere Links am Ende dieser Seite. Doch auch die Werkzeuge der Fotografen haben eine eigene Geschichte, die nicht weniger spannend ist. Ein knapp 100jähriger Zeitraum brachte eine stürmische Entwicklung in die analoge Fototechnik, durch den die Fotokunst und -dokumentation erst möglich wurde. Nach 1900 brach in der Fotoindustrie gar das Goldgräberfieber aus und Firmenkarrieren und -pleiten wie in der "New Economy" der 90er Jahre des gleichen Jahrhunderts fanden statt.

Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick über die wichtigsten Erfindungen in der Fototechnik. Dabei ist es nicht einfach, ein Ordnungskriterium für diese Aufzählung zu wählen. Naheliegend ist natürlich, alles nach der Zeit zu ordnen, wie es auch hier geschehen ist. Dann ist das Ergebnis aber durchaus überraschend: viele wesentlichen Erfindungen, die uns heute in der Fototechnik vertraut sind, liegen im 19. Jahrhundert. Und das zeigt ein weiteres Problem: zwischen einer Erfindung und deren Verfügbarkeit im Markt kann sehr viel Zeit vergehen. Als Beispiel sei das Zoomobjektiv genannt: erfunden von Ignazio Porro 1851, konnte man es aber erst gut 100 Jahre später kaufen, und zwar als Voigtländer Zoomar. Außerdem ist eine Erfindung nicht immer mit einem Produkt verbunden, ein Produkt in der Regel aber mit einer ganzen Schar von Erfindungen. Egal, hier also die Aufzählung ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit:

Literature about history of photography can be found quite easily. But the story of the tools of photographers is not documented so clearly, but this story is as interesting in deed. This table tries to summarize the most important inventions in the field of photographic technique, orderd by the time of the invention. Surprisingly sometimes the availability of a product (e. g. zoom lens) in the market is more then 100 years behind the invention.

Deutsch English Abb./Image, Patent
ca. 1490
Camera Obscura
Das Phänomen der "Camera Obscura" war sicher schon lange bekannt (z. B. beschreibt Petrus von Alexandria 1342 eine Lochkamera), aber Leonardo da Vinci (1452 - 1519) zeichnet das erste Mal den Strahlengang, siehe Abbildung rechts. Giovanni Baptista (oder Giambattista) della Porta (1538 - 1615) beschreibt in seinem Werk "Magia Naturalis" erstmals die Lochkamera genau und führt sie der ersten technischen Anwendung zu: ein auf ein Papier projeziertes Bild kann abgezeichnet werden. G. Cardano und D. Barbaro verbessern die Lochkamera 1550 und 1568 durch das Einsetzen einer Linse und einer Blende. The phenomenon of the 'Camera Obscura' was known long ago (e.g. Petrus of Alexandria describes a pinhole camera in 1342), but the first person to draw down the principle was Leonardo da Vinci (1452 - 1519), see image on the right hand side. Giovanni Baptista (or Giambattista) della Porta (1538 - 1615) gave a first exact description of the pinhole camera within his book 'Magia Naturalis'. He also drafted the first technical use of this camera: an image displayed on a sheet of paper can be redrawn by hand. G. Cardano and D. Barbaro improved this camera by a lens and a diaphragm (1550 and 1568). Camera Obscura
1727
Lichtempfindlichkeit von Silbersalzen
Johann Heinrich Schultze (1687 - 1744) veröffentlicht die Schrift "Scotophorus pro phosphoro inventus". Er beschreibt die Herstellung eines lichtempfindlichen Niederschlags, der Silbercarbonat enthält und der sich bei Belichtung dunkel verfärbt. Daraufgelegte Muster werden negativ abgebildet. Damit ist das Fotogramm erfunden und der Grundstein für die moderne Fotochemie gelegt. Johann Heinrich Schultze (1687 - 1744) described the light sensitivity of silver compounds within his book 'Scotophorus pro phosphoro inventus'. He reported the preparation of a deposit which contains silver carbonate and which turns into dark color when it was exposed to light. If something covers this deposit its shape is reproduced as a negative image. So he invented the fotograme and formed the basis for modern photographic chemistry. .
1826
Heliotypie
Nicéphore Niepce belichtet eine Zinnplatte, die mit lichtempfindlichem Asphalt beschichtet ist. Der stark belichtete Asphalt erhärtet, weniger belichtete Stellen lassen sich jedoch mit einem Öl wieder auswaschen. Rechts eine Abbildung dieses ersten Fotos. Niepce verbessert seine Camera Obscura außerdem durch den Einsatz einer Irisblende und eine Vorrichtung zum Scharfstellen des Bildes. Nicéphore Niepce creates the first Heliotypie by exposing a tin plate which was covered with light sensitive asphalt to day light. The asphalt which was exposed to the light quite extensive hardened and by washing out other asphalt with oil the first photographic image appears. Niepce also improved his Camera Obscura by a diaphragm and by a mechanism for focusing. Das erste Foto
1835
Kalotypie
William Henry Fox Talbot (1800-1877) erfindet das Negativ-Positiv-Verfahren mit transparentem, lichtempfindlichem Papier und legt damit den Grundstein für die Reproduzierbarkeit einer fotografischen Aufnahme. Er kann seine Bilder aber noch nicht dauerhaft fixieren. Aktiv vermarktet Talbot seine Erfindung aber erst, als er von Daguerres Erfolgen hört. Er erhält ein Patent für sein Verfahren und erfindet auch noch eine neue Vertriebsform, die heute bei Software wieder beliebt geworden ist: er verlangt nur von Profis eine Lizenzgebühr, Amateure zahlen nichts. The negative positive process with light sensitive paper was invented by William Henry Fox Talbot (1800-1877). With that process he created the basis of the possibility for reproduction of photographic images, but he wasn't able to fix the images permanently at that time. Again he started activities when he heard about the success of Daguerres. He applied for a patent and invented a new marketing method which came into use again in this days for software: he did not expect any license fees from non professional users. Das UK-Patent auf Hyperlinkwww.1839.org.
1839
Komplettes Verfahren zur Fotografie mit Silberhalogeniden
Die Puzzle-Stückchen des Wissens um lichtempfindliche Verbindungen werden langsam zusammengetragen: Thomas Wedgwood (1771-1805) erprobt das Verfahren der Fotografie zum Dekorieren von Porzellan. Aber erst Sir John Herschel (1792-1871) komplettiert 1839 das Puzzle, indem er die Fixierung eines 'Silberbildes' durch Lösung der restlichen Silbersalze mit Natriumthiosulfat erfindet. Er prägt die Begriffe 'Fotografie', 'Positiv' und 'Negativ'. Knowledge about light sensitive compounds was a uncompleted puzzle. Thomas Wedgwood (1771-1805) tried to use the photographic process with silver compounds for decoration of porcelaine very early. But it was Sir John Herschel (1792-1871), who completed the puzzle in 1839 by the invention of fixing a 'silver image' by removing the remaining silver compounds by solving them with a solution of thiosulfate. He introduced the words 'negative', 'positive' and 'photography'. .
1839
Daguerreotypie
Lois Jacques Mandé Daguerre (1757-1851) verkauft seine Erfindung, wenig bscheiden als 'Daguerreotypie' bezeichnet, an die französsiche Regierung. Nach seinem Verfahren werden versilberte Kupferplatten mit Jod sensibilisiert und mit Quecksilberdampf entwickelt. Lois Jacques Mandé Daguerre (1757-1851) sells his invention to the French state which he called 'Daguerreotypie' quite self-confident. According to his process silver plated copper platters were made light sensitive with Jodine and developed with vapour of mercury. Daguerreotypie

Eine frühe Aufnahme von Daguerre (1839), der Blick aus dem Fenster seiner Wohnung.

Daguerreotypie

Kolorierte Daguerreotypie im Lederetui (ca. 1860).

Das UK-Patent auf Hyperlinkwww.1839.org.
1851
Kollodiumverfahren, Ambrotypie
Frederick Scott Archer entwickelt ein Verfahren, bei dem Glasscheiben mit einer Lösung von Nitrocellulose in Ether und Sibersalzen sensibilisiert werden. Es verbessert durch das völlig transparente Trägermaterial entscheidend das Negativ-Verfahren von Talbot (Kalotypie). Der eigentliche Erfinder des Negativs auf der Glasscheibe war jedoch Claude Abel Niepce de Saint-Victor, der Eiweiß als Trägermaterial verwendete, dessen Verfahren sich aber nicht durchsetzte. Frederick Scott Archer developed a process creating light sensitive glass-plates by treating them with a solution of nitrocellulose in ether and silver compounds. By this transparent carrier material he improved the negative process of Talbot very well. The idea of using glass-plates originally was from Claude Abel Niepce de Saint-Victor, whose technique of using albumen was no success. .
1861
Spiegelreflex
Das Prinzip der einäugigen Spiegelreflexkamera wird von Thomas Sutton erfunden. Bis nach der Jahrhundertwende wurden zahlreiche großformatige SLRs gebaut, üblicherweise wurde der Spiegel durch den Auslösemechanismus aus dem Strahlengang gedrückt und fiel nach der Aufnahme wieder zurück. The principle of the single lens reflex camera was invented by Thomas Sutton. Until 1900 and even past this time a lot of big format SLRs were built, usually the mirror was pressed up by the release mechanism and then fall back to its original position after the exposure. SLR
1861
Verfahren zur Farbfotografie
Der Physiker James Clark Maxwell schlägt eine Möglichkeit zur Farbfotografie vor: das vollfarbige Bild wird additiv aus drei Einzelbildern in den Grundfarben aufgebaut. Zur Demonstration projeziert er drei Einzelbilder in rot, blau und gün übereinander, siehe rechts. Dieses Prinzip wird bis heute in den Dreischicht-Farbfilmen eingesetzt. The physicist James Clark Maxwell proposed a method for colored photography: the full colored image is created by adding three single images in primary colors. For demonstration he projected images in red, blue and green one upon another, see image on the right hand side. This principle is used up to now by color films with three layers. Maxwells Farbprojektion

Ein Ordensband als Farbprojektion von Maxwell.
1882 - 1893
Optische Spezialgläser
Otto Schott stellt den bisher eher mystischen Prozess der Glasherstellung durch systematische Versuche auf eine wissenschaftliche Basis. Mit diesem Wissen erschmilzt er besonders homogene und spannungsfreie Gläser, die das Herstellen optischer Linsen in bisher nicht gekannter Qualität erlauben. Neben der Optik war sein besonderer Erfolg die Erfindung des Borosilikatglases (Jenaer Glas) für technische Anwendungen. Otto Schott put the process of glass production, which was a mystic one up to then, on a systematic scientific basis. With that knowledge he prepared quite clear and stress relieved glasses which allow the preparation of lenses in a quality which was not known up to then. Besides glasses for optical purposes his special success was the invention of the borosilicate glass (Jenaer Glas) for technical use. Otto Schott

Otto Schott auf einem Briefmarkenbild der DDR.
1888
Rollfilm in Eastmans Box No. 1
Georg Eastman entwickelte unter Nutzung eines Patents von Hannibal Villiston Goodwin den Rollfilm auf einem transparenten Trägermaterial (Celluloid) zur Marktreife. 1888 wird die Kodak Box No. 1 mit diesem Film patentiert, das System wird in den Folgejahren zum großen Markterfolg. Die Box wurde mit einem Filmvorrat für 100 runde Fotos ausgeliefert und zur Filmentwicklung komplett eingesandt. Der Werbeslogan für diese Art zu fotografieren war 'You press the button and we do the rest': ein Konzept das der Fotografie den Weg in den Massenmarkt ebnete, nachdem sie für viele Jahre den Profis vorbehalten war. By using a patent from Hannibal Villiston Goodwin Georg Eastman developed rolling film with a transparent carrier material (celluloide) ready for the market. Using this film he patented the Kodak Box No. 1 in 1888. This system was the basis of a great success in the market during the next years. The box camera came with enough film for 100 round pictures and was sent back completely for developing the film. The slogan for this type of photography was 'you press the button and we do the rest': a concept which opened photography its way into the mass market after some years when it was reserved for professionals. Kodaks Box No. 1

Patente: HyperlinkDE 48 248;
HyperlinkUS 610 861
1889
Schlitzverschluss
Ottomar Anschütz erhält ein Patent auf den Schlitzverschluss. Die erste Kamera, die den Schlitzverschluss verwendet, ist noch im gleichen Jahr die Goerz-Anschütz-Momentkamera der Optischen Anstalt C. P. Goerz, Berlin (1891 mit 1/1000 Sekunde!). Der Schlitzverschluss erlaubt im Vergleich zu den damals üblichen Verschlüssen sensationell kurze Verschlusszeiten und ist neben der Weiterentwicklung der Film-Emulsionen und der Drucktechnik (zur Halbtondarstellung) eine der Grundlagen der Pressefotografie und der Darstellung bewegter Objekte. Die nebenstehende Abbildung aus der Patentschrift zeigt die Verschlussrollos auf der linken Seite, angetrieben durch ein Gummiband. Ottomar Anschuetz patented the focal-plane shutter. The first camera using this type of shutter is the Goerz-Anschuetz-Moment-Camera of the Optische Anstalt C. P. Goerz, Berlin within the same year (1891 with 1/1000 second!). The focal-plane shutter rendered very short shutter speeds possible. Besides the development of better film emulsions and techniques for printing half-tone pictures it is the basis of press photography and the representation of moving objects. The image shows the shutter curtains on the left hand side, driven by a rubber band. Der Schlitzverschluss

Patent: HyperlinkDE 49 919
1890
Anastigmat
Dr. P. Rudolph berechnet ein astigmatisch korrigiertes Linsensystem, das bis zum Bildrand scharf zeichnet. es wird von Zeiss unter dem Namen Anastigmat auf den Markt gebracht. Dr. P. Rudolph calculated a lens system with astigmatic correction. An image which was exact even to the edges was possible. Zeiss sold this lens system by using the name Anastigmat. Anastigmat

Patent: HyperlinkDE 56 109
1902
Tessar
Das berühmte Tessar-Objektiv wird bei Carl Zeiss in Jena konstruiert (berechnet von Dr. P. Rudolph). Es ist ein sphärisch, chromatisch und astigmatisch korrigiertes Objektiv aus vier, durch die Blende in zwei Gruppen geteilten Linsen, davon zwei verkittet. Das Tessar setzt Maßstäbe in Bezug auf Lichstärke und Schärfe. The famous Tessar lens is created by Carl Zeiss in Jena (calculation by Dr. P. Rudolph). It is a lens which is corrected spherical, chromatic and astigmatic. It consists of four single lenses, which are separated into two groups by the diaphragm, two single lenses are cemented. The Tessar sets new quality standards for sharpness and speed. Tessar

Patent: HyperlinkDE 142 294
1912
Compur Verschluss
Friedrich Deckel, München, entwickelt den erfolgreichen Compur Verschluss. Die Bildung eines Kartells mit Carl Zeiss Jena fördert die Verbreitung dieses Verschlusses in der deutschen Fotoindustrie zusätzlich. Als Basis dienten die Entwicklungen von R. Klein und Th. Brueck und das Patent von Ch. Bruns, die erstmals einen Zentralverschluss mit zuverlässiger Mechanik zur Zeitenbildung konstruierten. The successful Compur shutter was developed by Friedrich Deckel in Munich. Forming a trust together with Carl Zeiss Jena supported the success of this shutter in the German photographic industry very well. The technical basis was formed by the developments of R. Klein and Th. Brueck and the Patent of Ch. Bruns. These persons for the first time constructed a central shutter with a reliable mechanism for forming the shutter time. Compur Verschluss

Patent: HyperlinkDE 258 646
1913
Urleica
Oskar Barnack (1879-1936) konstruierte den ersten Prototypen der "Leica" mit dem neuen Filmformat 24x36 mm bereits 1913. Zeitgleich kamen die ersten Kleinbildkameras von anderen Herstellern bereits auf den Markt, blieben aber erfolglos, sicher auch eine Auswirkung des 1. Weltkrieges. Die Leica ging erst 1923 in Serie und wurde kurz darauf ein großer Erfolg und zum Wegbereiter für die Kleinbildfotografie.
Die Leica II wird die erste Kamera mit einem gekuppelten Entfernungsmesser sein.
Oskar Barnack (1879-1936) was the constructor of the first prototype of the Leica with the new format 24x36 mm in 1913. At the same time the first cameras of this type from other manufacturers allready entered the market, but without success, maybe a result from World War I. The mass production of the Leica started in 1925. Within short time this camera became a great success and the break-through for photography on 35 mm film. The Leica II will be the first camera with a coupled distance meter. Leica
1932
Agfacolor
1932 erscheint Agfacolor als der erste brauchbare Farbfilm, noch als "Kornrasterfilm". Der Chemiker Rudolf Fischer schafft die Grundlage für den Dreischichtfilm (eine Schicht pro Farbe), der 1936 als Agfacolor Neu erscheint und dessen Prinzip bis heute Anwendung findet. In 1932 Agfacolor is the first really usable color film, still a dot mosaic film. The chemist Rudolf Fischer then formed the basis of the three layer film (one layer per color). This film entered the market in 1936 as Agfacolor New, its principle is in use up to now. Agfa Filmschachtel
1935
Linsenvergütung
Einführung der Linsenvergütung durch Carl Zeiss Jena zunächst für Objektive, die zu militärischen Zwecken produziert wurden. Die entsprechenden Linsen wurden mit MgF2 bedampft und die Objektive mit einem roten "T" gekennzeichnet. Der Effekt der Vergütung war eine verringerte Reflexion an der Oberfläche, die Transmissionsrate des Lichts wird um 5% auf ca. 97% gesteigert, die Objektive zeichnen kontrastreicher und die Brillianz von Farbaufnahmen steigt (diesen Effekt hatte Frauenhofer bereits 1817 durch das Anätzen von Glas entdeckt), für die Allgemeinheit waren solche Objektive aber erst 1942 erhältlich. Carl Zeiss Jena started to use coated lenses for military purposes. These lenses were treated with vapour of MgF2 and signed with a red "T". The result of coating was a reduced reflexion from the surface. Transmission rates raises for 5% up to 97% and these lenses produced more brilliant color images. This effect allready was discovered by Frauenhofer, who treated lenses with acid in 1817. For everyone such lenses were available since 1942. Lichtreflexion

Werbedarstellung eines Filterherstellers: Filter mit jeweils einem unvergütetem, einfach und mehrfach vergütetem Sektor.

Lichtreflexion

Glasscheiben mit jeweils einer vergüteten und einer unvergüteten Hälfte vor einem Objekt.

Patent: HyperlinkDE 685 767
1936
1. Kleinbild SLR
Kine Exakta
Im Ihagee Kamerawerk Dresden beginnt die Serienproduktion der ersten erfolgreichen Kleinbild-Spiegelreflexkamera, der Exakta, konstruiert von Karl Nüchterlein. Kurz darauf gibt es bereits Pläne und Patentanmeldungen für einen integrierten Belichtungsmesser. Die russische SLR Sport (Kyrillisch: Cnopm) erscheint in etwa zeitgleich. Eine hervorragende Übersicht über die Patente im Zusammenhang mit der Exakta ist auf der Seite von HyperlinkPeter Lanczak zu finden. Ihagee Kamerawerk Dresden starts to produce the Exakta, the first successful 35mm reflex camera, constructed by Karl Nüchterlein. Plans for an integrated light meter have been patented shortly after. The russian SLR Sport (Cyrillic: Cnopm) appears at nearly the same time. The best overview concerning the patents of the Exakta gives HyperlinkPeter Lanczak. Kine Exakta

Eine Auswahl der Patente:
Lichtschacht: HyperlinkDE 590 770
Verschluss:
HyperlinkDE 634 304; HyperlinkDE 634 353; HyperlinkDE 627 409
Das berühmte "Filmmesser":
HyperlinkDE 643 039
Die gesamte Kamera:
HyperlinkUS 2 025 609; HyperlinkUS 2 136 148; HyperlinkDE 647 226

1938
Automatik
Die Kodak Super Six 20 ist die erste Kamera, die mit Hilfe eines eingebauten Belichtungsmessers Blendenautomatik nach Zeitvorwahl bietet. The Kodak Super Six 20 is the first camera with an integrated light meter and a time priority automatic shutter. Kodak Super Six
1946
M42
In der Zeiss Ikon AG werden die Prototypen der 'Spiegel-Contax', der Contax S, mit einem M42 Objektivgewinde versehen. 1947 erscheint die Praktiflex als Vorgängerin der Praktica mit M42-Anschluss (VEB Kamerawerke Niedersedlitz Dresden, ab 1956 mit Springblende). Das M42-Gewinde setzt sich für viele Jahre als Standard-Objektivanschluss durch. Zeiss Ikon AG supplied the prototypes of the 'Mirror-Contax' (Contax S) with a M42 lens thread. 1947 the Praktiflex (later the Praktica) was produced with a M42 thread (VEB Kamerawerke Niedersedlitz Dresden, 1956 supplied with an automatic diaphragm). The M42 thread became a standard as lens mount for many years. .
1947
Polaroid Verfahren
Verschiedene 'Schnellkameras' mit integrierten Entwicklungskammern existierten bereits früher, z. B. die 'Fotogranate' von Romain Talbot zur Herstellung von runden Ferrotypien.
Edwin Herbert Land stellt 1947 ein revolutionäres neues Sofortbildverfahren (das Polaroidverfahren) der Öffentlichkeit vor, das bis heute verwendet wird. Ab 1963 gab es farbigen Polaroid-Film. http://www.the-impossible-project.com/
Various 'fast' cameras with integrated compartments for developing exist before that time, e. g. the 'Photo Grenade' of Romain Talbot, which creates little ferrotypies.
But in 1947 Edwin Herbert Land presented his amazing new process (Polaroid) for instant film, which is in use up to now. Colored Polaroid instant film is in the market since 1963.
Polaroid 95

Die erste Polaroid:
Land Camera Model 95

Polaroid 80 Highlander

Die zweite Polaroid:
Land Camera Model 80 Highlander mit aufsteckbarem Belichtungsmesser (1954)
1952
Zoomobjektiv
Als erstes Zoomobjektiv ist von der Zeiss Ikon AG das von Robert Geißler gerechnete Pentovar 2/30-120 für 35mm Filmkameras erhältlich. Für Fotoapparate wird 1959 das Voigtländer Zoomar 2,8/36-82 vorgestellt. Erfunden wurde das Objektiv mit veränderlicher Brennweite jedoch schon über 100 Jahre früher, und zwar von Ignazio Porro 1851. The first available zoom lens was the Pentovar 2/30-120 from Zeiss Ikon AG for 35mm film cameras, which was calculated by Robert Geißler. For photographic cameras in 1959 the Voigtlaender Zoomar 2,8/36-82 was introduced. But the inventor of lenses with variable focal length was Ignazio Porro about 100 years ago in 1851. Voigtländer Zoomar

Das Voigtländer Zoomar.
1960
Motivklingel und Ritsch-Ratsch
Die Prakti vom VEB Kamera- und Kinowerke Dresden (Walter Henning) wird über einen Motiv-Wahlschalter gesteuert, der die Belichtungszeit und Entfernung festlegte. Die Prakti verfügt über elektromotorischer Filmtransport und Blendenautomatik. The first fully automatic point and shot camera with electric film advance was the Prakti from VEB Kamera- und Kinowerke Dresden (by Walter Henning). The Prakti is equipped with a theme-switch, which sets distance and shutter time (time priority automatic shutter). .
1963 - 1976
TTL-Messung
Die ersten noch etwas archaischen Systeme zur Belichtungsmessung durch das Objektiv durch Einschwenken einer Messzelle in den Strahlengang existieren bereits von Voigtländer und Exakta. Ein modernes TTL-Messsystem wurde 1963 erstmals durch Topcon auf den Markt gebracht und fanden schnell Verbreitung (z. B. Mamiya, Pentax). Das Prinzip wurde kontinuierlich verbessert, z. B. mit besseren Messzellen, der Kombination aus Integral- und Spotmessung (Mamiya DTL), der Messung bei geöffneter Blende (Praktica oder die luxuriöse Pentacon Super) oder Messwertspeichern. Die Entwicklung gipfelte in der TTL-Blitzmessung in der Olympus OM-2 1976. The first very simple systems for metering through the lens allready existed from Voigtlaender and Exakta. A measuring element was turned mechanically into the path of light. A modern TTL metering system was introduced in 1963 by Topcon and spread itself quite fast (e. g. Mamiya, Pentax). This principle was improved over the years: e. g. by better measuring elements, the combination of spot and area metering (Mamiya DTL), by open aperture metering (Praktica and the luxurios Pentacon Super) or storage of the measurement result. Top of this development was TTL flash metering in 1976 by the Olympus OM-2. Beispiele für Patente:
Offenblendensteuerung (Pentacon): HyperlinkDE 1 051 113
Kombination Spot/Integral (Mamiya): HyperlinkUS 3 612 703
1966
Elektronische Verschlusssteuerung
Der erste elektronische Verschluss wird in einer Praktica eingesetzt. The first electronic controlled shutter was used within a Praktica. .
1976
Digitale
Steuerung
Die erste Kamera, die durch einen zentralen Mikroprozessor gesteuert wurde, war die Canon AE-1. Das Topmodell der Serie, die A-1 von 1978, verdeutlichte auch sofort den Nachteil dieser Entwicklung: sie enthält den ersten Softwarefehler. The Canon AE-1 was the first camera which was controlled by a central digital processor unit. The top model of that series was the A-1 from 1978, this camera showed obviosly the disadvantage of that technique: this model also contained the first software error. .
1977
Autofocus
Canon experimentiert schon seit 1963 mit dem Autofocus, Nikon seit 1971. Aber als erste Kamera bietet die Kleinbildsucherkamera Konica C35 AF einen passiven Autofocus nach dem Visitronic-Verfahren (patentiert vor 1976 von Honeywell, USA).
Die Polaroid SX 70 führt das erste aktive Autofocusverfahren 1978 (Sonar) ein. Autofocus durch das Objektiv (TTL) wird von Pentax 1983 in die Serienproduktion eingeführt (ME-F), es folgen Minolta 1985 (7000), Nikon 1986 (F-501) und Canon 1987 (EOS 650).
Canon worked since 1963 with autofocus prototypes, Nikon since 1971. But the first available camera with a passive autofocus system was the Konica C35 AF (the used Visitronic method was patented 1976 by Honeywell, US). Polaroid introduced the first active autofocus system (sonar) with the SX 70 in 1978. Autofocus through the lens (TTL) was introduced into mass production by Pentax in 1983 (ME-F), Minolta followed in 1985 (7000), Nikon in 1986 (F-501) and Canon in 1987 (EOS 650). .
1981
Digitalkamera
Die Sony Mavica ist die erste sog. 'Still Video' Kamera. Sie verwendet einen lichtempfindlichen CCD Chip mit der Auflösung von 570 x 490 Pixeln und speichert das Bild als analoges Videosignal auf einer Diskette. Diese Art von Halbleiterchips (CCD) wurde 1969/70 von den Bell Laboratories erfunden. Die erste marktreife Digitalkamera ist allerdings erst 1986 die Canon RC-701. Sony's Mavica is the first socalled 'Still Video' Camera. A light sensitive CCD chip with the dimension of 570 by 490 pixel was used, the image was saved on a floppy disk as analogous video signal. CCD semiconducter chips have been invented earlier by the Bell Laboratories in 1969/70. But the first digital camera, which was really available in the market was the Canon RC-701 in 1986. CCD
Patente: HyperlinkUS 3 626 389;
HyperlinkUS 3 660 697; HyperlinkUS 3 700 932

Literatur

  1. Michael Deutsch, Geschichte der Fotografie - Entstehung eines neuen Mediums, Diplomarbeit an der Fachhochschule Mittweida, 2002.
  2. Zeitschrift PhotoDeal, herausgegeben von R. Hillebrand.
  3. Roland Gööck, Erfindungen der Menschheit: Druck, Grafik, Musik, Foto, Film, Sigloch Edition.
  4. Dave Yorath, Fotografie, Prestel Verlag München, 2001
  5. Herbert Blumtritt, Geschichte der Dresdner Fotoindustrie, Lindemanns Verlag, Stuttgart, 2. Aufl. 2001
  6. Canon Camera Museum, Hyperlinkhttp://www.canon.com/camera-museum/index.html.
  7. Wikipedia, HyperlinkFotografie.
  8. Rudolf Hillebrand und Günter Kadlubek, Photographica, Battenberg Verlag, München, 2. Aufl. 2001.
  9. Hyperlinkkefk.net.
  10. Hyperlink'camera development' auf answer.com.